Wussten
Sie schon, …
-
…dass
wir (fast) alle mit einer nahezu konstanten Lesegeschwindigkeit von 240 Wörtern
pro Minute lesen und dass diese Geschwindigkeit durch das innere Mitsprechen,
das "Subvokalisieren" limitiert ist.
-
…dass
dieses wiederum der entscheidende Mechanismus ist, der uns hilft, unsere von
der Natur begrenzte Blickspanne sicher durch den "Wortsalat" einer
ganzen Seite zu steuern.
- …dass
man gleichwohl die Lesegeschwindigkeit etwas steigern kann durch Viel-Lesen.
- …dass
die Leseleistung unter anderem durch Charakteristika von Text und Druckbild
bestimmt wird.
- …dass
die Gestaltung des Arbeitsplatzes immens wichtig ist, dass (und warum) wir
gutes Licht (mindestens 1000 Lux) brauchen, und warum uns Lärm und Musik, farbliche
und Helligkeitskontraste so sehr ablenken.
Was
verhindert schnelles Lesen?
- Eine
niedrige Kurzspeicherkapazität.
- Geringes
Vokabular–unbekannte Wörter können nicht so schnell erfasst werden und
stören den Lesefluss.
- Regressionen–das
wiederholte Zurückspringen zu bereits gelesenen Stellen.
- Wort-für-Wort-Lesen–immer
nur ein Wort statt mehreren gleichzeitig erfassen.
- Zu
lange Fixationen–eine Fixation (Augenhalt) muss nur eine Viertelsekunde
dauern, während beim Fixationswechsel oftmals eine Sekunde vergeht.
- (Sub)vokalisieren–das
(innere) Mitsprechen der Wörter.
- Geringe
Aufnahme–entweder wegen ineffektiver Augenbewegungen oder geringer
Aufnahmefähigkeit.
- Desinteresse
am Thema–der Zusammenhang mit den eigenen Zielen ist nicht ersichtlich.
- Abneigung
gegen Thema, Inhalt, Autor–der dadurch erzeugte Stress verlangsamt
Denkvorgänge.
Was
erleichtertschnelles Lesen?
- Eine
große Kurzspeicherkapazität.
-
Bekannte
Schriftarten–unbekannte Schriftarten müssen während des Lesens neu gelernt
werden.
-
Richtige
Schriftgrößen–zu große bzw. zu kleine Schriften verhindern rasches Lesen.
-
Textblöcke–richtig
angewendeter Spaltensatz erleichtert das Wortgruppenlesen.
-
Zeilenabstände–richtige
Zeilenabstände erleichtern das Finden der jeweils nächsten Zeile.
-
Verzicht
auf Blocksatz–bei langen Zeilen (größer als 80 Zeichen) wird der Lesefluss
durch Blocksatz beeinträchtigt.
-
Verwendung
einer Lesehilfe–das Auge ist es nämlich gewohnt, Bewegungen zu verfolgen, und
kann Texte leichter aufnehmen, wenn ihm mit dünnem Stift oder ähnlicher
Lesehilfe vorgegeben wird, wo es Informationen aufnehmen soll.
- Neugier
und Aufgeschlossenheit dem Thema gegenüber–das Thema muss der Erreichung
persönlicher Ziele nützlich sein.
Einige
Techniken und Tipps
- Regelmäßige
Konzentrationsübungen (mindestens 15 Minuten).
- Augen-und
Aufmerksamkeitstraining.
- Augen
überprüfen lassen–Anzeichen für Problem sind rasche Ermüdung–auch Überprüfung
auf Heterophorie.
- Vokalisieren
verringern (nur noch die wichtigen, sinntragenden Wörter), da der
Augen-Gehirn-Komplex wesentlich schneller ist als die Sprechwerkzeuge
beziehungsweise das Formen der Wörter im Gehirn.
- Kein
Hin-und-Her-Springen, dadurch sinkt die Konzentration.
- Versuchen,
möglichst große Bereiche mit einem Blick zu erfassen.
- Peripherisches
Sehen ständig trainieren.
- Mittel
wie Tachistoskop und andere zum Trainieren benutzen.
- Gelesenes
in Bildern verarbeiten (Sprache des Unterbewusstseins sind Bilder).
- Gerade
sitzen, kein Beugen des Oberkörpers, da sonst rasche Ermüdung droht.
- Versuchen,
den Hauptgedanken zu verstehen, nicht aber den Sinn einzelner Wörter (genau wie
beim Zuhören).
- Den
Text möglichst auf Augenhöhe bzw. knapp darunter und in ca. 50 Zentimeter
Abstand vom Auge halten.
- Möglichst
im 90-Grad-Winkel auf das Blatt schauen (Lesestütze verwenden), da dann alle
Buchstaben in etwa gleich groß sind.
- Für
gute Beleuchtung sorgen.
- Bewusst
möglichst schnell und konzentriert lesen.
- Viel
Lesen! Je mehr man trainiert, desto schneller wird man. Ein Vielleser wird in
den allermeisten Fällen auch zum Schnellleser.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Speed_Reading
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